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Als Welpe hat sich der im Dezember 2006
geboren Husky-Rüde Shiro sein Leben vermutlich anders
vorgestellt als knapp zweijährig im Tierschutz zu landen –
früher wäre aber vermutlich besser gewesen ….
Wahrscheinlich wegen seines hübschen Aussehens wurde Shiro von
einer Familie mit einigen Kindern adoptiert. Was die Haltung
eines Nordischen anbetrifft, so hatte man sich wenig bis gar
keine Gedanken gemacht, einen Zwinger von 2 X 2 m fand man
ausreichend.
Was passiert nun, wenn Kinder von einem Hund nicht mehr haben,
als dass er hinter Gittern sitzt? Sie probieren, was trotz
Gitter möglich ist und probieren immer mehr und weiter, wenn
keiner danach guckt. Wobei man ihnen da keinen Vorwurf machen
kann, denn mit einem Unrechtsbewusstsein wird man nicht geboren,
das muss man entwickeln und dafür braucht man Vorgaben, von
Erwachsenen. Doch die dachten, dass der arme Hundemann sich
schon wehren werde, wenn es ihm zuviel würde – doch Shiro wehrte
sich lange Zeit nicht, auch dann nicht, als dass, was dort statt
fand, schon lange den Tatbestand des Quälens erfüllte.
Irgendwann kam dann aber der Tag, an dem war es Shiro zu viel
und er wehrte sich so, dass dabei ein Kind verletzt wurde.
Nun wurde das Ordnungsamt involviert und machte sich vor Ort ein
Bild von der Situation. Spät kam sie nun, die Hilfe aus der
Nachbarschaft für Shiro, denn glaubhaft gaben mehrere Personen
an, dass sie der Meinung seien, der Hund habe sich zu Recht
gewehrt, aber viel zu spät. Glaubwürdig die Angaben und so wurde
Shiro nicht als gefährlich eingestuft, sondern schnellstens dort
weg geholt.
Eine erste Unterkunft bot ihm eine örtliche
Tierschutzorganisation, die ihn jedoch nicht bis zur Vermittlung
behalten konnte. Denn auf Hunde ist man dort nicht eingerichtet,
hat sich der Hilfe für die Samtpfötchen verschrieben – und denen
wäre Shiro dann zu gerne ans Leder gegangen. Also suchte man
eine schnelle Lösung und fand sie mit der Vermittlung über eine
rassespezifische Organisation.
Zwischenzeitlich ist Shiro in der Auffangstation Süd gelandet,
hat sich gut eingewöhnt und verhält sich recht normal.
Anfänglich zeigte er massive Ängste, wenn man ihn wegsperren
wollte oder musste (kann man’s ihm verdenken, schließlich war
das sein Alltag gewesen), zwischenzeitlich lässt er sich jedoch
mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen lenken.
Es wird aber sicherlich dauern, bis er wieder so richtig
Vertrauen
fasst, noch fühlt er sich seiner Haut nicht ganz
sicher. Berührungen am Hals mag er nicht, weshalb wir ihm sein
Halsband ausgezogen haben. Ansonsten bettelt er um
Streicheleinheiten, die er wohl viel zu lange missen musste.
Draußen zieht er wie jeder andere junge, noch wenig erzogene
Husky, liebt die Spaziergänge und wir sind guter Dinge, dass wir
auch für ihn einen Platz bei kompetenten und
verantwortungsbewussten Menschen finden werden, die Shiro Zeit
lassen, um richtig „anzukommen“. Ein Anfängerhund ist er nach
seinen Erlebnissen nicht mehr, Erfahrung mit Hunden wäre von
Vorteil. Auf jeden Fall sollte es ein Haushalt ohne Kinder und
auch ohne Kleintiere und Katzen sein.

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