Naro – die „harte“ Nuss aus dem Eurasier-Rudel |
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Naro hielt sich außen vor, doch nicht mit jener geduckten, ängstlichen Haltung der meisten Eurasier, sondern stolz und würdevoll. Naro flüchtete auch nicht vor den Zweibeinern, er wich aus, zog sich zurück, blieb - als wäre es eine bewusst getroffene Entscheidung - fern und für sich. Sehr bald zeigte sich unter dem Training, dass die Bedingungen in der Station alles andere als ideal waren, um einen Naro davon zu überzeugen, dass es nützlich und gut ist, sich in irgendeiner Form mit dem Menschen zu arrangieren.
Viel versprach man sich für Naro durch die
Unterbringung in einer Pflegestelle, das Ergebnis ein anderes,
als angedacht. Denn der schlimmste anzunehmende Fall bei einem
solch abweisend-scheuen Hund trat ein: Naro entwischte …. Doch Naro war nicht weg – im Dunstkreis seiner Pflegestelle und doch unerreichbar für jeden menschlichen Zugriff hielt er sich auf, erste Einfangversuche mit allen möglichen Mitteln scheiterten. Die Angst, Naro zu vertreiben durch diese Versuche, war unbegründet, er blieb vor Ort und ging eine Beziehung „nach seinen Regeln“ ein. Allabendlich fand er sich innerhalb eines genau bestimmbaren Zeitraums an derselben Stelle ein um sein Abendessen abzuholen und ein wenig Zeit in Gesellschaft seines Pflegefrauchens zu verbringen. Natürlich nach seinen Bedingungen: mit ausreichend Abstand zwischen ihnen beiden, den er nur sehr langsam und eher unwillig verringern ließ. Es dauerte Wochen, bis man Naro, der schließlich in einem Moment der Unachtsamkeit überlistet werden konnte, wieder habhaft war und ihn bei den noch verbliebenen Eurasier-Mädeln in der Station in Freudenstadt integrieren konnte.
Mittlerweile lebt Naro wieder auf einer Pflegestelle, diesmal allerdings zusammen mit Vierbeinern, die Erfahrung mit Hunden wie ihm haben und ganz selbstverständlich ihren Alltag weiterleben, mit ihren Menschen gemeinsam. Naro lebt Teile dieses Alltages mit, jene zu denen man ihn nötigt wie gemeinsame Spaziergänge. Alles, was er auf freiwilliger Basis tun könnte, wie zum Beispiel das freie sich Bewegen innerhalb der Wohnung lehnt er überwiegend ab und bezieht meist – unnahbar, aber würdevoll aus seinem schwarzen Pelz schauend – Stellung am äußersten Randbereich des Geschehens. Es wird also noch etwas dauern, bis Naro für sich einen Weg gefunden hat, Menschen (für diese) verlässlich in seine Lebenssituation mit einzubeziehen. Vermutlich wird es ein Verhältnis werden ähnlich einer Kooperation, so wie das, was er freiwillig in den Wochen seiner vermeintlichen Freiheit einging, dass er je „Untergebener“ wird, ist eigentlich nicht vorstellbar.
Naro sucht momentan vor allen Dingen Paten, die ihn bei der Suche nach einem für ihn gangbaren Lebensweg in dieser Welt, die keine frei lebenden Hunde mehr vorsieht, unterstützen.
Dezember
2008: NARO ist Probe wohnen
Neue Umgebung, neue Menschen – – eine neue vierbeinige
Gefährtin, die ihn schon zum Spiel auffordert. Das alles ist
eine Reizüberflutung, die Naro erst einmal verkraften muss. Wir
bleiben über Stunden mit dabei, versuchen es Naro und den neuen
Menschen leichter zu machen, aber dann müssen wir uns auf den
Heimweg machen.
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Auffangstationen der NfP:
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letzte Bearbeitung am 22. Dez 08